Matthew’s Rock ’n‘ Roll: Exzellenter Reibeisen-Joe in Nürnberg auf Abschiedstour

Cocker by MADDERS

Joe Jovker in seinem Element beim abschiedsauftritt in Nürnberg: Foto: Hertlein

Joe Cocker in seinem Element beim Abschiedsauftritt am vergangenen Samstag in Nürnberg: Foto: Hertlein

Er war  eine Wucht, der alte Joe Cocker, wohl die bekannteste Reibeisenstimme der Welt. Der 68-jährige Rock-Blues-Sänger aus dem englischen Sheffield war am Samstagabend in der Eis-Arena in Nürnberg, um sich mit der  „Fire it up-Tour“ von seinen Nürnberger Fans und Freunden zu verabschieden. Es ist angeblich seine letzte Tournee, was aber der MADDERS nicht glaubt. Wer die Halle bis auf den letzten Platz füllt, kann nicht so einfach von der Rock-Bildfläche verschwinden.

Nun, es war ein exzellenter Abend, sogar der Sound  auf den oberen Rängen und unter dem Dach war für Arena-Verhältnisse sehr passabel. Und Joe hervorragend. Nürnberg war nach München, tags zuvor, die zweite Station seiner Deutschland-Tournee, 17 weitere Auftritte folgen jetzt noch.

Ein keliner Schluck Wasser aus der Flasche und ein kleines Päuschen muss schon sein beim der musikalischen Zeitreise. Foto: Hertlein

Ein kleiner Schluck Wasser aus der Flasche und ein kleines Päuschen muss schon sein bei der musikalischen Zeitreise. Foto: Hertlein

Los ging es mit „Come in peace“ samt kleinem Luftsprung zum Ende des Stückes, die Cocker-Show war eröffnet. Und schon entledigte sich Joe seines Sakkos. Es folgte „The letter“ und dann eine Zeitreise durch seine über 40-jährige Schaffenskraft. 22 Studio-Alben sind dabei herausgekommen.

Farbenprächtige Kulisse auf der Bühne, perfekt mit ein- und aufeinander abgestimmte Band und Joe mittendrin  im Stimmungs-und Begeisterungsstrudel.Und noch mehr in seinem Element. Soul, Balladen, Rock ’n’Roll, gefühlsintensive Stücke („You are so beautiful“, der Sentimental-Hammer schlechthin mit Gänsehaut-Feeling), Cocker hatte bei der Zeitreise fast alles an Songs reingepackt, was in vier Jahrzehnten so angesagt war. Bei „You can leave your hat on“, dürfen die reizende Sängerinnen ihr Jäckchen ausziehen, mehr nicht, bei „N’oubliez jamais“ gehen die ersten Wunderkerzen an, bei“Unchain my heart“ wird das Konzert zur Mega-Stehparty. Niemanden hält es mehr auf den Sitzen.Der Beatles-Song „Come together“, „Don’t you love me anymore“ „Up where we belong“ sind weitere Perlen – und zum Finale folgt der Klassiker schlechthin mit „With a little help from my friends.“cocker1 - Foto Hertlein 4-2013

Standing ovations für eine Ikone, es fließen ein paar „(Abschieds) -Tränen im Auditorium. Das soll es also gewesen sein mit dem Cockers Joe?

Nicht ganz: am 27. August tritt er noch auf dem Schloßplatz in Coburg auf. Als Abschiedsgeschenk hat MADDERS tief in seine Fotokiste gelangt, oder ins Archiv, und ein Bild aus den 80er Jahren herausgekramt: Joe Cocker nach einem Auftritt in der Fürther Stadthalle. Völlig entspannt und relaxt und im Gespräch mit den damaligen Konzertveranstaltern Harald Tollrian und Alex Gotzner. Und der MADDERS war dabei!

Ein Bild aus den 80er Jahren: Joe Cockr nach einem Auftritt in der Fürther Stadthalle im Gespräch mit dendamlaigen Konzertveranstaltern Harald tollrian und Alex Gotzner (heute Mitarbeiter in der Arena Nürnberger Versciherungen)

Ein Bild aus den 80er Jahren: Joe Cocker nach einem Auftritt in der Fürther Stadthalle und im Gespräch mit den damaligen Konzertveranstaltern Harald Tollrian und Alex Gotzner (heute Mitarbeiter in der Arena Nürnberger Versicherungen; v.l.n.r.). Foto: Hertlein