Schwabach-Boulevard/Spezial: 30.Autoshow am 28.April-Interview mit Macher Bruno Fetzer - "Wir sind nachwievor die Autostadt in Franken...."

Schwabach-Boulevard/Spezial: 30.Autoshow am 28.April-Interview mit Macher Bruno Fetzer – „Wir sind nachwievor die Autostadt in Franken….“

Bruno Fetzer und Co hoffen am Sonntag auf eine brillante Jubiläums-Autoshow. Foto: Matthias Hertlein

Der Hilpoltsteiner Kurier zur 30. Autoshow in Schwabach, Ausgabe 27./28. April 2019 –
https://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Zum-30-Mal-Buehne-fuer-alles-was-Raeder-hat;art596,4163541

Eyecatcher und viel Interessantes am 28. April rund um den Marktplatz -am Sonntag steigt die 30.Autoshow….Foto: Matthias Hertlein

SchwabachBoulevardAutoshowJubiläum by www.schwabach-madders.de

Ob Trempelmarkt oder Autoshow, zur Not schnappt sich Bruno Fetzer den Drahtesel. Foto: Matthias Hertlein

Interview mit Organisator Bruno Fetzer:

Schwabach – Am kommenden Sonntag (von 11 bis 18 Uhr) ist der Marktplatz und die angrenzenden Plätze und Straßen so etwas wie der mobile Nabel Frankens. Zum 30. Mal findet diese traditionelle Veranstaltung auf vier, auf zwei Rädern statt. Es gibt als Besucher-Anreiz eine Tombola, die Verlosung steigt am Sonntag gegen 16 Uhr am Goldmobil auf dem Marktplatz. Die Werbe- und Stadtgemeinschaft (WuSG) stiftet  als Hauptgewinn einen Gutschein über 500 Euro, der in allen teilnehmenden Autohäusern eingelöst werden kann. Die Veranstalter erwartet einem mega Ansturm, zumal die Jubiläums-Show mit einem verkaufsoffenen Sonntag  verbunden ist. Rund 15 000 Besucher und mehr werden aus der gesamten Region erwartet. Madders.de sprach vorab mit dem Autoshow-Organisator, dem Chef der Werbe- und Stadtgemeinschaft Schwabach, mit Bruno Fetzer (67) über diesen Event und warum das auch am Sonntag stattfindende Bundesliga-Derby zwischen dem Club und den Bayern keine große Rolle spielt….

Am kommenden Sonntag,28. April, steigt zum 30.Mal die Schwabacher Autoshow im Herzen der Altstadt, die Jubiläums-Veranstaltung eines der größten und zugkräftigsten Events in der Goldschlägerstadt im Jahr, oder?


BRUNO FETZER: Stimmt, die Autoshow gehört mit Sicherheit zu einen der großen Veranstaltungen dieser Stadt.

Von Ihnen als Chef der Werbe- und Stadtgemeinschaft Schwabach und ihrem Team vor malerischer Kulisse wieder organisiert..


FETZER: Die gesamte Vorstandschaft organisiert das mit Partnern. Das machen wir seit 30 Jahren, ins Leben gerufen hatten es seienerzeit Hartmut Hetzelein, heute Chef des Verkehrsvereins und Jochen Scharf, Multi-Unternehmer und Autohändler, die es damals mit Helmut Rösner ins Leben gerufen hatten, seit 1998 machen wir das federführend von der Werbe- und Stadtgemeinschaft.

Werbe- und Stadtgemeinschafts-Chef Bruno Fetzer und sein Goldmobil. Sein Star bei der 30. Autoshow 2019. Foto: Matthias Hertlein


Und nach all den Jahren macht es noch immer Spaß, so eine PR-trächtige Parade auf die Beine zu stellen?


FETZER: Ja das macht es, eigentlich von Jahr zu Jahr mehr. Wir hatten auch schon schwierige Zeiten zu überstehen, was die Autoshow anbelangt. 2001 oder 2002 hatten auf den Dächern der Cabrios Schnee gelegen, da hatten die Autohändler gemeint, sie wollen die Show nicht mehr fortsetzen. Wir haben uns arrangiert, das Konzept geändert. Aus der Zwei-Tages- wurde eine Tages-Veranstaltung. Da sind die Kosten nicht mehr so hoch und nicht mehr so personalintensiv. Und seitdem hatten wir überwiegend mit dem Wetter Glück. Es war in den letzten Jahren immer eine tolle Veranstaltung….

Der kleine Streifzug beginnt… Foto: Matthias Hertlein


Und ein Besuchermagnet mit rund 15000 und mehr Freaks, Gästen, Fans…


FETZER: Zahlen kann ich so nicht nennen, die Altstadt ist schwarz vor Menschen. Wir haben die Stell-Kapazitäten in der  Stadt erweitert, heuer geht es bis über die Kappadocia bis hin zum Luna-Kino, weil wir immer mehr Platz brauchen. Erfreulich zudem: Es drängen immer mehr Autohäuser aus der Gegend nach Schwabach, wenn das Wetter passt, ist das immer eine wundervolle Veranstaltung. Wichtig vor allem, sie findet in der Innenstadt statt. Vor 30 Jahren hatte man noch geschimpft, dass Autos auf dem Marktplatz stehen, heute sind wir alle froh, dass sie dort platziert sind. Die Autoshow trägt dazu bei, dass die Innenstadt mit Leben erfüllt, belebt ist.


Wieviele Fahrzeuge sind denn zu sehen, zu bewundern?


FETZER: Ich glaube, es sind immer so zwischen 150 und 180, da sind aber noch keine Fahrräder oder Motorräder mit reingerechnet. Und wir liegen im Trend: vor allem Elektro-Fahrräder sind angesagt, natürlich gibt es Elektro-Autos, rund um Altstadt gibt es Elektro-Tankstellen, beispielsweise am Martin Luther-Platz, auf dem nahen Parkplatz auf dem Markgrafensaal-Parkplatz.

Bruno Fetzer und sein Glücksschal. Aufgrund der Jubiläums-Autoshow am 28. April muss er auf den Stadion-Besuch verzichten, glaubt aber fest an eine Überraschung gegen die Bayern. Foto Hertlein


Wie ist der Plan?


Fetzer: Am Samstag ab 14 Uhr müssen die Autofahrer ihre Fahrzeuge aus dem Innenstadtbereich entfernen, die Auto-Besitzer sie werden durch den B.O.S. Sicherheitsdienst darauf aufmerksam gemacht,dann beginnen die Aufbau-Vorbereitungen. Wir haben einen enormen Personalaufwand. Wir müssen Straßenzüge in der Altstadt sperren. Es ist ein sehr großer Aufwand, verbunden mit sehr viel Organisation

Auto-König Jochen Scharf (KIA) im Fachgespräch….Foto: Matthias Hertlein


Ein Aufwand, der sich doch lohnt…


FETZER: Jede Veranstaltung, die dazu beiträgt, die Stadt nach außen hin positiv darstellt, lohnt sich und ist nur von Vorteil. Wir sind seit Dienstag unterwegs, um die Bewohner zu informieren, dass es schwierig ist zu parken, wir geben jedem der Anwohner die Möglichkeit, in der Tiefgarage am Marktplatz zu parken und wir übernehmen die Kosten…


Gibt es am Sonntag einen Star unter all den Fahrzeugen?


FETZER (lacht): Der Star ist unser Goldmobil, ein VW Crafter. Der Wagen ist bei Veranstaltungen erprobt und ein blickfang. Mit diesem Gefährt machen wir das ganze Jahr überall Werbung, auch in anderen Städten und kommen damit immer gut an. 136 PS, Fünf-Zylinder, 2,5 Liter-Motor, der Wagen mit den ausgestellten Fahrzeugen der Autoshow mithalten.

Jedes Jahr gibt es verrückte Sachen zu bewundern – auch schon mal einen Double Trabi. Foto: Matthias Hertein


Welches Fahrzeug würden Sie gerne mal bei Ihrer Autoshow hier sehen?


FETZER: Das gibt es einige, aber mein Lieblings-Auto ist leider nicht dabei, ein Porsche Cabriolet. Das haben wir noch nicht geschafft, dass sie hier aufgestellt werden. Wir hatten hier aber auch schon Oldtimer gehabt. Allerdings: Die Autoshow ist ja eine Ausstellung für die Firmen. Besucher können sich auf tolle Autos freuen, die hier platziert werden.


Eine prima Event, sozusagen…

Das Ergebnis würde passen…Foto: Matthias Hertlein


FETZER: Und wenn am Sonntagabend der Club noch gegen die Bayern gewinnen sollte, wäre das die Krönung, dann ist alles wunderbar.


Autoshow hin oder her, Sie sind als eingefleischter FCN-Anhänger seit Jahrzehnten im Zwiespalt, können Sie das Derby eigentlich live angucken?


FETZER: Die Arbeit geht vor, ich kann nicht zum Club, aber die Bayern gewinnen am Sonntag nicht gegen uns und darüber freue ich mich vor Ort in Schwabach drüber.


Vom runden Leder zu den heißen Reifen – 30 Jahre Schwabacher Autoshow, wie hat sie sich entwickelt?


FETZER: Es kommt immer mal wieder auf die Firmen darauf an, wir haben welche, die abspringen, egal aus welchen Gründen, andere kommen hinzu und drängen nach Schwabach. Wir sind nach wie vor die Autostadt in Franken, wenn man sich die Autohäuser so anschaut. Die  Autobranche hat sich in den letzten Jahren sehr positiv für Schwabach entwickelt, zumindest, was die Autoshow betrifft.


Gewissensfrage: Und wie bewegen Sie sich bei der Autoshow, es sind ja doch einige Entfernungen an so einem Tag zu bewältigen?


FETZER: Überwiegend mit dem Fahrrad.


Abgas-Skandale, immense Geldstrafen für die Autobauer, die Autoindustrie bekleckert sich seit Monaten wahrlich nicht mit Ruhm, beeinflusst so etwas die Autoshow?


FETZER: Das glaube ich nicht, zumindest nicht unsere Veranstaltung. Trotzdem ist die Geschichte aber natürlich schädlich für die gesamte Automobilindustrie und für den Standort Deutschland.


Was fehlt bei der Autoshow, früher sind auch mal Künstler im bestimmten Rahmen da aufgetreten?


FETZER: Es fällt mir nichts ein. Es passt so. Die Autoindustrie ist im totalen Umbruch und da muss man abwarten, wie es sich entwickelt, was das Auto für einen Stellenwert künftig beim Bürger hat. Wenn es keinen mehr gibt, präsentieren wir zur Show auf dem Marktplatz halt Pferdekutschen.   Fragen: Matthias Hertlein