Schwabach-LEUTE: Atschi Opa& Büttl-Radln & Weigand-Nr. 8

Schwabach-LEUTE: Atschi Opa& Büttl-Radln & Weigand-Nr. 8

AKTUELL und Freude zugleich: Alfred „Atschi“ Wilhelm Hörauf – Schwabach-Kultbox-Legende·

 „Ich muss mein Glücksgefühl hinausbrüllen! Seid dem 30.8.2015 / 22Uhr37 bin ich Opa. Meine Enkelin ist Bildschön und heißt Madeleine.Vielen Dank an meine Tochter Jeannette, die sich sehr gequält hat mit ihrem Robert , der ihr zur Seite gestanden ist“
 
Alfred Wilhelm Höraufs Foto.

SchwabachLeuteSzene by MADDERS

schnitzersommer2- 2015 hertleinLebendiges Schwabach im August 2015! Den letzten Schnitzerneggl-freien Tag genossen Ober-Schnitzer Willy Büttl und Gattin/Managerin Dagmar am 30.8. mit einer Radtour zur Kahnfahrt Rednitzhembach -sie waren mit dem Elektro-Rad unterwegs. Am 31.8. kommen die Schnitzerneggl erstmals nach dem Urlaub zusammen, um die neueKleinkunst- Spielsaison zu besprechen.++++ Eine leise Vorahnung hatten zwei MARKGRAF-Stammgäste und Fußball-Freaks, eindeutig die Daumenhaltung. Thomas (VfB-Fan), René (eingefleischter Hertha-Anhänger). Der VfB verlor am Wochenende daheim gegen Frankfurt mit 1:4, Berlin 1:3 in Dortmund.+++Darüber kann Matthias „Lubo“ Lubowski nur lachen – er ist eingefleischter Franke und zeigt es auch. Recht so! Fotos: Matthias Hertlein

Matthias Hertleins Foto.
Matthias Hertleins Foto.
Matthias Hertleins Foto.
Matthias Hertleins Foto.
 ++++Sabine Weigand und Buch Nummer acht!
Ein Prosit asuf die Verfilmung ihres Werkes. im Septemebr startet das ZDF mit der Verfilmung von Sabine Weigands Buch .. Da freutsichauch due Stadt-Heimatpflegerin Uschi Kaiser-Biburger mit.Foto: Hertlein

Ein Prosit au das achte Buch..Autorin Sabine Weigand und Stadt-Heimatpflegerin Uschi Kaiser-Biburger . Foto: Hertlein

Über das Buch „Ich Eleonore, Königin zweier Reiche“ von Sabine Weigand
Text und Bild: Ursula Kaiser-Biburger

Mittelalter-Schriftstellerin Sabine Weigand mit ihrem achten Werk. Fotos:Uschi Kaiser-Biburger

Mittelalter-Schriftstellerin Sabine Weigand mit ihrem achten Werk „Ich Eleonore, Königin zweier Reiche“.. Fotos:Uschi Kaiser-Biburger

Man kann es frei weg sagen, die romanisierte Biographie über Eleonore von Aquitanien, die „Ich

Eleonore, Königin zweier Reiche“ wie sie von Sabine Weigand in ihrem neuesten Roman betitelt wird,

gehört wohl zu den spannendsten dargestellten Lebensbeschreibungen innerhalb der

mittelalterlichen Geschichtsliteratur. Es ist der Sabine-Weigand-Roman, den man nicht mehr aus der

Hand legt, weil er sprachlich fließend und inhaltlich aus einem Guss konzipiert ist! Bereits der Prolog

hält gefangen wie ein Krimi. Packend, atemberaubend, in kurzen, knackigen Sätzen schildert Sabine

Weigand zunächst die Schlüsselszene im Leben der Eleonore als Königin von England, dieser

außergewöhnlichen Persönlichkeit des 12. Jahrhunderts. Selten hat eine Frau so kontroverse

Einstellungen unter ihren Zeitgenossen hervorgerufen wie diese Herrscherin: geliebt und gehasst

zugleich. Die Gründe dafür beschreibt Sabine Weigand gekonnt, sehr realitätsnah und logisch unter

Einbeziehung der vorhandenen Quellenlage. Darüber hinaus lernt man mit der Interpretation der

Historikerin Sabine Weigand politische Zusammenhänge besser zu verstehen.

Hinterhalt, Kampf und Krieg beherrschen die mittelalterliche Welt, die dem Leser zuerst in diesem

Roman begegnet. Die Szenerie wandelt sich jedoch im ersten Kapitel des Hauptteils. Aus dem

anfänglich blutrünstigen Krimi wird ein reizvoller Politkrimi. Als Rahmenhandlung bedient sich die

Autorin der Reise von Eleonore mit deren Enkelin Blanca. Sabine Weigand lässt ihre Hauptfigur nicht

nur chronologisch über die wichtigen Lebensstationen berichten, sondern vielmehr auch reflektieren,

was dann eher einer Beichte Eleonores gleichkommt. Das allein ist nicht der Antrieb für die alte

Königin ihr Leben zu erzählen. Sie will nicht, „ dass ihre kleine Enkelin, die ihr so ähnlich ist, von ihr

denkt, was alle denken. Dass sie auf die Lügen hereinfällt, die man sich erzählt. Auf die

Bösartigkeiten, die Missgunst, den Hass all der Kirchenmänner, die über sie in den Chroniken und

Hofberichten ihr Gift ausgeschüttet haben. Nein. Das Mädchen soll die Wahrheit wissen.“ Dieses

Mädchen, die 15-jährige Blanca ist die Tochter des König von Kastilien im heutigen Spanien

verheiratet ist. Mit ihrem Selbstbewusstsein hat Blanca ihre Großmutter überzeugt, dass sie die

bessere Wahl anstatt ihrer älteren Schwester als Braut für den jungen König von Frankreich ist.

Beeindruckt von diesem Auftreten entscheidet sich tatsächlich ihre energische Großmutter, diese

Enkelin mit auf die Reise nach Bordeaux bzw. nach Le Goulet zu nehmen. Dort soll die Hochzeit mit

dem ein Jahr älteren Ludwig VIII. stattfinden, den Enkel von Eleonoras erstem Ehemann König Ludwig

aus dessen dritter Ehe. Es wäre keinesfalls ein Sabine Weigand Roman, wenn diese Reise auf dem

Jakobs Weg, die allein schon durch die Lebensbeschreibungen Eleonoras spannend und sehr

kurzweilig ist, nicht auch noch lebensgefährliche Momente zu überstehen hätte. Neben der

höchstinteressanten Geschichte Eleonores ist es für den Leser sehr aufschlussreich, mit Sabine

Weigand hinter die „Kulissen“ der Heiratspolitik königlicher mittelalterlicher Herrscher zu schauen

und dabei einen Einblick in die Bedeutung von Familie und Kinder zu jener Zeit zu erhalten. Ganz

selbstverständlich wird da akzeptiert, dass Töchter nur dazu dienen, durch gute Verheiratung den

Herrschaftseinfluss zu mehren. Das wirkte auch auf die Erziehung. Deshalb werden die Töchter

bereits in ganz jungen Jahren schon verlobt, vom elterlichen Haus weggebracht und am zukünftigen

Hof erzogen. Als Bezugsperson bleibt da meist nur noch die Amme. Eine enge Mutter-Kind-Beziehung

wird so kaum aufgebaut. Sabine Weigand verdeutlicht diese Thematik an Beispielen, die nach

heutigen Vorstellungen undenkbar wären. Kinder, ob Töchter oder Söhne, sind insbesondere auf

Geheiß des Vaters bzw. des Königs nicht bei der Mutter belassen worden. Auch Eleonore, Mutter von

zehn Kindern, ist über diese „Sitte“ bei Sabine Weigand nachdenklich geworden, wenn sie von ihrer

ersten Tochter Marie aus der Ehe mit Ludwig spricht, die auf Anordnung des Vaters von der Mutter

weggenommen, keinen Kontakt zur Mutter entwickeln konnte und alsbald verheiratet worden ist.

Die Erziehung haben zu jener Zeit auf Königsebene Ammen oder Klöster übernommen, falls der

Nachwuchs nicht schon versprochen worden ist. Was das für die Kinder selbst bedeutet, lässt die

Autorin mit Feingefühl anklingen. Trotz alledem bildet sich bei Eleonore eine besonders enge

Beziehung zu ihrem Lieblingssohn Richard Löwenherz heraus, was sich – wie kann es anders sein –

auch politisch ausgewirkt hat. Denn schließlich geht es in diesem Roman um Macht. Deshalb freut sie

sich zunächst auf die Ehe mit Ludwig, dem König von Frankreich. Doch aus dem Mitregieren als

Königin wird nichts. Die Realität holt sie ein. Der entscheidungsschwache Ludwig lässt sich zu sehr

von der Geistlichkeit beeinflussen, was sich letztlich auch auf das Eheleben auswirkt. Die unglückliche

und durch Totgeburt und die Geburt zweier Töchter auch als unselig angesehene Verbindung wird

nach Betreiben von Eleonore vordergründig wegen zu naher Verwandtschaft zwischen den

Eheleuten aufgelöst. Einen adäquaten Partner findet Eleonore in Henry, dem König von England,

ihrem zweiten Ehemann. Hier erlebt sie anfangs eine leidenschaftliche Zeit, in der sie mitregiert und

gemeinsam mit ihrem Ehemann ein großes Herrschaftsgebiet schafft. Obwohl Eleonore ihm

insgesamt fünf Söhne und drei Töchter geboren hat und Henry Eleonore durchaus liebt und schätzt,

musste sie erleben, wie Henry immer wieder Liebschaften auch mit Folgen eingegangen ist. Daran

und an dem alleinigen Machtstreben von Henry, ist denn auch diese Ehe mehr oder weniger

zerbrochen, wenngleich Eleonore ihren Mann, dem „Miststück“, sowie vier ihrer Söhne überlebt hat.

Durch ihre historische Aufarbeitung, der Übersetzung und Transkription der Quellen sowie den

eingefügten Passagen, in denen die Hauptfiguren das eigene Handeln reflektieren, hat Sabine

Weigand ein nachvollziehbares Mosaik der charismatischen Persönlichkeit Eleonores geschaffen, die

für mittelalterliche Verhältnisse das ungewöhnlich hohe Alter von 82 Jahren erreicht hat und die

eigentlich höchst modern wirkt.

Sabine Weigand, das achte Werk. Foto: Ukb

Sabine Weigand, das achte Werk. Foto: Ukb

+++++Das Warten für die Schwabacher Promis, Schickis und Weinkenner hat ein Ende. Nach knapp dreiwöchigem Urlaub eröffnet Enzo Olmorisi am 3. September wieder seine Weinbar ENOTECA in der Südlichen Ringstraße 9 -Salute!

Siegesgewiss:Die Auslosung gegen Monaco erfreut Schwabachs Juve-Freak Enzo Olmorisi aus der ENOTECA-WEinbar in Schwabch

Nach dreiwöchigem Urlaub öffnet Enzo Olmorisi am 3. September wieder seine Weinbar. Foto: Matthias Hertlein