SchwabachBürgerfest/Bilanz/Ausblick: "A seidla gaid nu..."

SchwabachBürgerfest/Bilanz/Ausblick: „A seidla gaid nu…“

Last minute-Kino-TIPP Schwabach, 5. August 2015: Kino-Nacht im Stadtpark, eine Veranstaltung der Stadt Schwabach. Eintritt frei, Beginn 21.30 Uhr; der Film: „Dialog mit meinem Gärtner“

Ein Tänzchen in Ehren...Foto Hertlein

Ein Tänzchen in Ehren, links Bobby Leupold verfolgt genüsslich die Einlage von Sven Bach und Stefan Müller beim Frühschoppen im Musikerhof… Foto: Hertlein

Handballerhof - Rory der Hexer. Fotos: Hertlein

Handballerhof – Rory der Hexer. Fotos: Hertlein

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SchwabachBürgerfestBilanz by MADDERS

bfest15a-2015Es ist geschafft, am Samstag beginnt die Kunstbiennale ORTUNG IX (8.August bis 23. August).ortung 2015

 

Das Bürgerfest 2015 war, wie die Jahre zuvor, ein Publikums-Magnet. Künstlerische Programm-Vielfalt und kulinarische Abwechslung und das im historischen Altstadt-Gewand, Schwabach hat da schon etwas zu bieten – im Vergleich zu vielen anderen fränkischen Orten, Gemeinden oder vergleichbar ähnlich großen Städten. Mit eine wenig Abstand jetzt eine kleine Bilanz und ein Ausblick mit Bürgerfest-Chef Hartmut Hetzelein (58).

Dem MADDERS fiel auf, dass es größtenteils äußerst entspannt und friedlich vonstatten ging. Eine bisweilen ziemlich überfüllte Bachgasse an Freitag und Samstag gehört dazu, wie auch die das personelle Einbremsen der Musikerhof-Besucher. Die Angst von der tödlichen Loveparade in Duisburg und deren Folgen geistert permanent durch die verantwortlichen Köpfe in den (auch Schwabacher) Amtsstuben. Vergleicht man das Bardentreffen beispielsweise am vergangenen Samstag in Nürnberg, als sich die Massen durch die Innenstadt wälzten, ist die Bachgasse fast ein Kindergeburtstag.

Premiere: Rudi Nobis und Hartl Hetzelein musizierten erstmals öffentlich zusammen.Foto: UKB

Premiere: Rudi Nobis und Hartl Hetzelein musizierten erstmals öffentlich zusammen.Foto: UKB

bfestfinalle2Gemäß dem Motto von Rory der Hexer „A einzig Seidla gaid nu..“ kam jeder in allen Belangen auf seine Kosten. Nachfolgend ein Kurzinterview samt Ausblick 2016 mit dem Macher!

Verschnaufpaause: Vor dem Trento  ein Hacuh von Urlaub...Foto: Hertlein

Verschnaufpause: Vor dem Trento ein Hauch von Urlaub für Daheimgebliebene… Foto: Hertlein

Bürgerfestchef Hartmut Hetzelein hatte, trotz der Arbeit, auch ein bisschen Spaß. Foto: Hertlein

Bürgerfest-Chef Hartmut Hetzelein hatte, trotz der Arbeit, auch ein bisschen Spaß, wie man sieht. Foto: Hertlein

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MADDERS: Sind Sie zufrieden mit dem 2015er Fest?
HARTMUT HETZELEIN: Ich bin sehr zufrieden mit dem Bürgerfest! Mein Freund und Mitverantwortlicher Rudi Nobis sagt jedes Jahr: „Das war das schönste Bürgerfest, das wir je gehabt haben!“ – was natürlich schwer zu behaupten bzw. zu widerlegen ist. Fakt ist, dass wir seit vielen, vielen Jahren ein Fest für unsere Bürger und Gäste veranstalten, das auf sehr hohem Niveau abläuft. Und die zig Tausend Gäste spiegeln uns das wider.

Was hat Sie besonders gefreut?

Die Feierbiester aus dem Musikerhof in Aktion und voller Tatendrang. Foto: Hertlein

Die Feierbiester aus dem Musikerhof in Aktion und voller Tatendrang. Foto: Hertlein

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HETZELEIN:  Es hat alles wunderbar geklappt. Auch das Wetter hat heuer prima mitgespielt. Das mit den etwas leiseren Tönen am Marktplatz und Martin-Luther-Platz hat funktioniert. Es gab in diesem Bereich keine Anwohner-Beschwerden.

Der Veranstaltungsraum wurde heuer noch um die Pfarrgasse erweitert. Die vielen positiven Rückmeldungen unserer Besucher machen uns sehr stolz. Wir bieten gemäß unserem Flyer 125 Programmpunkte – und das alles zum Nulltarif. Gerade die Ausgewogenheit zwischen Darbietungen von höchstem kulturellen und künstlerischen Niveau bis hin zu heißer Beat- und Rockmusik in den Höfen spricht ein sehr breites Publikum an und bietet für jeden etwas!

Prost Kalle. Foto: Hertlein

Prost Kalle Odörfer. Foto: Hertlein

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Prominenz war auch da: U.a. Club-Aufsichtsratschef THomas Grethlein (linke Seite mit Brille). Da war er entspannt, tags darauf nach dem 3:6 in Freiburg eher nicht mehr

Prominenz war auch da: U.a. Club-Aufsichtsratschef Thomas Grethlein (linke Seite mit Brille). Da war er entspannt, tags darauf nach dem 3:6 in Freiburg eher nicht mehr, inzwischen hat auch Sportvorstand Martin Bader gekündigt und der Club 3:2 gegen Heidenheim gewonnen.

War es eine friedliche Angelegenheit, gab es Zwischenfälle, Polizei-Meldungen und dergleichen, wie groß war die Disziplin in den Höfen, an den Veranstaltungsorten?
HETZELEIN: Am Sonntagab sind wir als Veranstalter sehr froh, wenn das Fest ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen ist. Beim Bürgerfest 2015 hatten wir ein tolles Publikum. Es ist eine sehr friedliche Veranstaltung. Mein obligatorischer Anruf bei der Polizei am Montag früh hat dies nochmals bestätigt: „Es war ein sehr gelungenes und weitestgehend störungsfreies Fest. Einige wenige Einsätze gab es weit nach dem Ende in den umliegenden Lokalen.“ Die Disziplin in den Höfen ist im großen und ganzen gut. Ein paar Ausreiser gibt es immer wieder, denen ich dann die „Gelbe Karte“ zeige. Es ist halt auch schwierig, um 23 Uhr aufzuhören, gerade dann, wenn die Stimmung am höchsten ist!
Wird sich 2016 etwas ändern – am System, an den Auftrittsorten?
HETZELEIN: Nach dem Motto: „Never change a winning Fest“ muss sich nicht viel ändern! Von den Veranstaltungsorten her ist unsere Innenstadt ziemlich ausgereizt. Was das Programm betrifft, haben wir das System, sehr Gutes beizubehalten. Bei unserer Programm-Nachbesprechung gehen wir jeden einzelnen Punkt durch und entscheiden bereits für nächstes Jahr. Ca. 25 % der Darbietungen verändern wir, damit immer wieder was Neues kommt und es nicht langweilig wird. An Bewerbungen mangelt es nicht. Da könnten wir drei bis vier Bürgerfeste füllen. Aber wir brauchen keine Bands aus Hamburg, deren Manager schon mehr Gage verlangt, als wir unseren Bands überhaupt bezahlen können. Gerne geben wir unserer heimischen Jugend immer eine Chance. Die sollen sich ruhig trauen und sich bei uns bewerben!